Unser täglich Brot


  1. Ø 0
   2005
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Unser täglich Brot Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Unser täglich Brot: Erbarmungslos direkte Dokumentation über die Art und Weise, wie heutzutage Lebensmittel hergestellt werden.

Was bei uns täglich auf dem Esstisch landet, ob Brot, Fleisch, oder Gemüse, wird industriell fabriziert. Dennoch bleibt für gewöhnlich verborgen, wie diese Massenproduktion vonstatten geht. Es sind sterile Orte, die surreal wirken. Funktionelle Räume, die für Produktionsabläufe optimiert sind. Kühle Industrien, in denen Individuelles verloren geht. Es wird viel, schnell und einfach hergestellt: Schweineinnereien müssen sortiert, Rinder mit der Kettensäge halbiert werden; automatische Pflückanlagen rupfen Paprikastauden, Maschinen wickeln sie in Plastik.

Meditativer Denkanstoss über die Massenproduktion von Lebensmitteln. Nikolaus Geyrhalter („Elsewhere„) verzichtet auf jeden Kommentar – seine unvoreingenommenen Bilder sprechen für sich und schrauben sich mit ihrer Rhythmik ins Bewusstsein.

Um zu zeigen, wie heute unsere Lebensmittel hergestellt werden, reiste der österreichische Filmemacher Nikolaus Geyrhalter zwischen Herbst 2003 und Herbst 2005 durch ganz Europa und stattete Produktionsstätten, wo in Fließbandarbeit „unser täglich Brot“ hergestellt, wird, mit der Kamera einen Besuch ab. Dabei macht er keinen Unterschied zwischen dem monotonen Abschlachten von Rindern in einer weißgekachelten Halle und dem nicht weniger eintönigen Abernten von Obst in einem riesigen Treibhaus.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • In seiner aufsehenerregenden, stilistisch eigenwilligen Dokumentation führt uns Nikolaus Geyrhalter vor, wo „unser täglich Brot“ wirklich herkommt.

    Im Gegensatz zum Weihnachtsfilm „Es begab sich aber zu der Zeit“ verbirgt sich hinter „Unser täglich Brot“ keinesfalls ein Werk für bibelfeste Christen, sondern eine erbarmungslos direkte Dokumentation über die Art und Weise, wie heutzutage Lebensmittel hergestellt werden. Für dieses Unterfangen reiste der österreichische Filmemacher Nikolaus Geyrhalter zwischen Herbst 2003 und Herbst 2005 durch ganz Europa und stattete Produktionsstätten, wo in Fließbandarbeit „unser täglich Brot“ hergestellt, wird, mit der Kamera einen Besuch ab. Dabei zog sich der mehrfach ausgezeichnete und für seine unkonventionellen Dokumentarfilme bekannte Geyrhalter in die Rolle des stillen Beobachters zurück. Minutenlang zeigt er Bilder von der Massenerntung von Paprika, wechselt dann die Fabrikhalle, um das maschinelle Zerteilen von Schweinehälften detailgenau zu beobachten. Ob Gurkengemüse oder Suppenhuhn, ob Kopfsalat oder Jungkalb – beim Produzieren von Nahrung wird nichts dem Zufall überlassen. Das Funktionale steht über allem. Die Frage lautet nur: Wie viel kann ich in möglichst wenig Zeit heranzüchten, ohne gesetzliche Richtlinien in puncto Sauberkeit, Schadstoffen und ähnlichem zu verletzen? Dass es sich hierbei um Lebewesen handelt, interessiert niemanden, Hauptsache, die vollautomatische Hühnerzerkleinerungsmaschine funktioniert reibungslos.

    Es gab einmal den Spruch „Der Mensch ist, was er isst“. Früher wusste man noch, was auf den Tisch kommt. Doch heute hat man keinerlei Kontrolle mehr darüber. Aber nicht nur das macht Geyrhalters Film deutlich. Weil er völlig ohne Interviews und Off-Kommentare – ein besonderes Stilmittel des Regisseurs – auskommt, kann sich der Betrachter voll auf die Bilder konzentrieren und seinen Assoziationen freien Lauf lassen. Auch auf eine Dramaturgie haben Geyrhalter und sein Cutter Wolfgang Widerhofer bewusst verzichtet. Es soll kein Unterschied gemacht werden zwischen dem monotonen Abschlachten von Rindern in einer weißgekachelten Halle und dem nicht weniger eintönigen Abernten von Obst in einem riesigen Treibhaus. Frontal, direkt und erbarmungslos wird man mit den modernen Methoden der Food-Industrie konfrontiert – was man aus dieser Erkenntnis letztlich macht, bleibt jedem selbst überlassen, denn eine Wertung oder gar Verurteilung sucht man in „Unser täglich Brot“ vergebens. lasso.

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