Money Train


  1. Ø 3
   1995
Money Train Poster

Filmhandlung und Hintergrund

Die Stiefbrüder John und Charley verdingen sich als Cops bei der New Yorker U-Bahn. Immer wieder geraten sie an ihren Vorgesetzten, der nur an der Sicherheit seines Zug-Geldtransports interessiert ist. Als Charley seinen Job verliert und immer tiefer in Geldnöte gerät, will er den Plan in die Tat umsetzen, den Zug auszurauben.

John und Charlie Taylor sind Adoptivbrüder, und zusammen sind sie ein unschlagbares Cop-Team der New Yorker U-Bahnwache. Jedenfalls solange, bis Charlie eines Tages die Nerven verliert. Wegen Mißachtung der Dienstvorschriften werden beide gefeuert. Dabei muß Charlie gerade jetzt seine horrenden Spielschulden zurückzahlen. Völlig verzweifelt sieht er nur noch eine Chance: Er überfällt den unterirdischen Geldtransporter, den berüchtigten „Money Train“.

Zwei New Yorker U-Bahn-Cops planen einen Überfall auf den Geldtransportzug ihres Vorgesetzten. Explosiver Großstadt-Thriller mit sehenswertem Showdown.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

So werten die User Ø
(1)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme
So werten die Kritiker (1 Stimmen)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Woody und Wesley gegen den Rest der Welt: Mit dem altbekannten Underdog-Rezept gewann das schlagfertige Duo Harrelson und Snipes vor nunmehr knapp drei Jahren in der geschwätzigen Großmaul-Komödie „Weiße Jungs bringen’s nicht“ die Herzen vor allem der amerikanischen Kinogänger (knapp 90 Mio. Dollar Boxoffice). Jetzt dürfen die Bad Boys für Produzent Jon Peters ein zweites Mal ihre Traumteam-Talente ausspielen. Anstatt allerdings um die Vorherrschaft auf den Streetball-Courts der Hinterhöfe von L.A. zu kämpfen, haben es die beiden Schlitzohren in Joe Rubens Volldampf-Actioner ausgerechnet als skurriles Stiefbrüderduo in den Diensten der New Yorker Polizei auf den titelgebenden Geldtransport im U-Bahn-System abgesehen. Wer sich allerdings eine Art Subway-Rififi im endlosen Gleisergeäst des Big Apple erwartet oder eine Wiederauflage des Klassikers „Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 123“ von 1973, muß sich gut 80 Minuten gedulden. Erst dann wird der lange schwelende Plan in die Tat umgesetzt: Im gleichen Maße wie der Zug nimmt dann auch der Film Fahrt auf, um in einem furiosen Finale nicht nur die beiden einander entfremdeten Brüder wieder zu vereinen, sondern ähnlich wie im diesjährigen „Stirb langsam – Jetzt erst recht“ eine ganze U-Bahn-Haltestelle einzuebnen. Davor ist das bei weitem rasanteste die Mundwerkarbeit von Wesley Snipes und Woody Harrelson. Da gibt es kaum einen Moment, in dem die beiden sich nicht mit Sprüchen bombardieren: In einer der witzigsten Szenen kann nicht einmal eine Straßengang mit vorgehaltenen Knarren das dynamische Duo bei der fortwährenden Produktion von Gedankenstrom-Kalauern bremsen. Die Chemie zwischen den Stars stimmt. Daß der Funke dennoch nicht so recht überspringen will, liegt an der pflichtbewußten aber wenig vitalen Regie des eher an der Psychologie seiner Charaktere als an der Action des Stoffes interessierten Joe Ruben: Er verwendet viel Zeit darauf, die Beziehungsdynamik seiner Protagonisten zu erläutern, aufzuzeigen wie der pathologische Glücksspieler und Pechvogel Charlie (Harrelson) verzweifelt versucht, aus dem Schatten seines besonnenen Gegenstücks John (Snipes) zu treten: Der einzige Ausweg aus dem Teufelskreis aus Spielschulden, Minderwertigkeitsgefühlen und Vereinsamung: Der Kamikaze-Überfall auf den Geldzug, ein überdeutliches Symbol für ein herzloses System, das Charlie längst ausgeschlossen hat. Um den Gesetzesbruch moralisch vertretbar zu machen, wurde den beiden Draufgängern mit dem faschistoiden MTA-Chef Patterson ein besonders schmieriger Antagonist gegenüber gestellt. Mit schnarrender Stimme und stechendem Blick versehen, bleibt diese wichtige Figur ähnlich schwach ausgearbeitet wie ein eigentlich sehr spannender Subplot über einen Psychopathen, der in der beklemmenden Enge der Haltestationen wahllos Menschen mit Benzin überschüttet und anzündet. Auf Wesley Snipes‘ breiten Schultern ruht das Gewicht des unentschlossenen Filmes. Seine Leistung ist es, die die ersten 80 Minuten sehenswert und unausgegorene Handlungselemente wie das Ringen von Charlie und John um eine bildhübsche Kollegin (Jennifer Lopez als Blickfang) vergessen machen. Er ist die eigentliche Lokomotive in einem aufwendigen Szenario, hinter dessen lauter, geschwätziger Fassade kaum mehr steht als ein hauchdünnes Genrekonstrukt. ts.

News und Stories

Kommentare